Termine und Veranstaltungen
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Foto: Lars Landmann

bis 31.03.2019 | Braunschweig

Brutal modern. Bauen und Leben in den 60ern und 70ern

Veranstalter: Braunschweigisches Landesmuseum
Ort: Braunschweigisches Landesmuseum, Vieweghaus, Burgplatz 1, 38100 Braunschweig

Durch die konzeptionelle Verbindung von Architektur und gesellschaftlichen sowie politischen Themen anhand von konkreten Gebäuden möchte die Ausstellung "Brutal modern. Bauen und Leben in den 60ern und 70ern" im Rahmen des Echy-Kulturerbejahres einen interdisziplinären Rahmen bieten für ein offenes Diskussionsforum zum künftigen Umgang mit den oft ungeliebten, umstrittenen Bauwerken und Ensembles jener Jahrzehnte. Die Ausstellung verdeutlicht, dass es unterschiedliche Sichtweisen auf die Architektur der späten Moderne gibt, die zwar in der Tradition des Bauhauses steht, jedoch längst nicht deren Wertschätzung erfährt.
Die Geschichte des Braunschweigischen Landes wird aus einer ungewöhnlichen Perspektive vermittelt: Bauten als Zeitzeugen einer Phase, in der sich gesellschaftlich, kulturell und politisch viel verändert hat. Außerdem stellt die Ausstellung erstmals einer breiteren Öffentlichkeit die wichtigsten Architekten der sog. „Braunschweiger Schule“ der Technischen Universität Braunschweig vor, einer der einflussreichsten Architekturausbildungsstätten der späten Moderne in Deutschland. Über die Einrichtung von Wohnungsbereichen werden Einblicke in den Alltag verschiedener gesellschaftlicher Gruppen und Altersklassen geschaffen.

www.3landesmuseen.de


18.01. bis 15.02.2019 | Wolfsburg

Niedersächsischer Staatspreis für Architektur 2018: Bauen für Wirtschaft und Verwaltung
Ausstellung

Veranstalter: Niedersächsisches Ministerium für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz und Architektenkammer Niedersachsen
Kooperationspartner: Stadt Wolfsburg Forum Architektur
Ort: Rathaus der Stadt Wolfsburg, Bürgerhalle, Porschestr. 49, 38440 Wolfsburg

Der Niedersächsische Staatspreis für Architektur ist die höchste Architekturauszeichnung des Landes. Er wird alle zwei Jahre zu wechselnden Themen verliehen, 2018 stand er unter dem Titel: „Bauen für Wirtschaft und Verwaltung“.
Die Ausstellung zeigt die zehn ausgezeichneten Objekte, unter denen Wolfsburg mit drei Projekten vertreten ist: Der Nordkopf Tower, das Yard Boarding Hotel in Nordsteimke und das Labor für Fahrzeugtechnik der Ostfalia Hochschule wurden von der Jury für die Engere Wahl benannt.
Zur Ausstellungseröffnung am 17.01.2019 um 19 Uhr sprechen Stefanie Nöthel, Abteilungsleiterin im Niedersächsischen Ministerium für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz sowie Stadtbaurat Kai-Uwe Hirschheide. In einem anschließenden Podiumsgespräch diskutieren Sybille Schönbach, Geschäftsführerin der LSW, Prof. Dr.-Ing. Thomas Gänsicke, Institutsleiter an der Ostfalia Hochschule, Tatjana Sabljo, Keferstein+Sabljo Architekten, Hannover und Robert Marlow, Präsident der Architektenkammer Niedersachsen über Chancen, Möglichkeiten und auch Schwierigkeiten der Zusammenarbeit zwischen Architekt, Bauherr und Nutzer. Moderiert wird das Gespräch vom Architekturkritiker Nils Ballhausen.

www.staatspreis-architektur.de
www.wolfsburg.de/architektur


24.01.2019 | 10:30 Uhr | Hannover

Kostengünstiger und zukunftsfähiger Geschosswohnungsbau im Quartier
Kongress

Veranstalter: Klimaschutzagentur des Landes Niedersachsen
Ort: Kulturzentrum Pavillon, Lister Meile 4, 30161 Hannover

Der von der Bundesregierung vorgesehene Bau von 1,5 Mio. Wohnungen stellt eine große Herausforderung und zugleich eine gewaltige Chance dar. Es gilt nicht nur eine Entspannung auf dem Wohnungsmarkt zu erzielen, sondern auch hochwertige zukunftsfähige und kostengünstige Gebäude und Quartiere zu realisieren.
Wie kann vor dem Hintergrund einer überhitzten Bauindustrie, steigender Qualitätsansprüche und ordnungsrechtlicher Verschärfungen kostengünstiger und zukunftsfähiger Geschosswohnungsbau umgesetzt werden? Wie sind erhöhte technische Anforderungen an Standsicherheit, Brand- und Schallschutz sowie die Anforderungen der EU-Gebäuderichtlinie wirtschaftlich umsetzbar? Stellen die Anforderungen des Klimaschutzes eine zusätzliche Last dar oder sorgen nachhaltige Standards für eine langfristige Wirtschaftlichkeit des Gebäudes? Innovative Wohnungsunternehmen haben sich über zweieinhalb Jahre regelmäßig mit ihren Planungsteams zusammengesetzt und anhand konkreter Neubauvorhaben den Gebäudestandard der 2020er Jahre diskutiert. Gemeinsam mit Industriepartnern und Beiräten, die Erfahrung aus Politik, Ministerien, Förderlandschaft und Baupraxis einbrachten, wurden Lösungsansätze für den Geschosswohnungsbau der 2020er Jahre erstellt. Das gemeinsam erarbeitete Fachwissen über die Entwicklung innovativer Gebäude und Quartiere soll dabei helfen, Fehlinvestitionen zu vermeiden und strategisch sinnvolle Entscheidungen zu treffen.
Auf dem Kongress werden die Ergebnisse vorgestellt und diskutiert.

Information und Anmeldung unter: www.klimaschutz-niedersachsen.de


29.01.2019 | 14 Uhr | Braunschweig

Pianofortemanufaktur Grotrian-Steinweg
ACHTUNG modern! Architekturrundgang

mit Guido Dopslaff (Klavierbaumeister und Betriebsleitung Grotrian-Steinweg)
und Dr. Ulrich Knufinke (Nds. Landesamt für Denkmalpflege)

Veranstalter: Klimaschutzagentur des Landes Niedersachsen
Treffpunkt: Grotrian-Steinweg-Straße 2, Haupteingang, 38112 Braunschweig

Die Architektur zwischen 1960 und 1980 – zwischen „später Moderne“ und „Postmoderne“ – ist im Braunschweiger Land überraschend vielfältig. Vieles ist uns jedoch so sehr ein gewohnter Anblick geworden, dass wir den architektonischen Reiz dieser Bauten oft übersehen. Mit der dritten Staffel von ACHTUNG – modern! werden wieder bedeutende Objekte dieser Zeit zur Diskussion gestellt. Die in nur elf Monaten errichtete moderne Pianofortemanufaktur Grotrian-Steinweg (Walter Henn und Hans-Thomas Petersen, 1973-74) funktioniert wie eine große Maschine, deren Anpassungsfähigkeit sich bis heute bewährt. Den äußerlich schlichten Bau hatten die Architekten perfekt auf die fast ausschließlich in Handarbeit erfolgende Klavier- und Flügelherstellung zugeschnitten.

www.braunschweigischelandschaft.de


05./06.02. bis 20.02.2019 | Osterode

Raumwunder
Wanderausstellung

Veranstalter: Architektenkammer Niedersachsen
Ort: Foyer Sparkasse Osterode am Harz, Eisensteinstraße 8-10, 37520 Osterode am Harz

Großzügig wohnen geht auch auf kleiner Fläche. Egal, ob Neubau oder Umbau: Entscheidend ist nicht der umbaute Raum, sondern allein der gefühlte. Weite entsteht durch Öffnung, durch die Verbindung von innen und außen, durch Sichtbeziehungen und durch die Nutzung von Licht und Schatten. Architekten, Innen- und Landschaftsarchitekten erkennen, wo und wie diese Potenziale genutzt und zur Geltung gebracht werden können. So schaffen sie wahre Raumwunder, wie die hier präsentierten Beispiele aus Niedersachsen und Bremen. Aus einer Vielzahl an Bewerbungen wählte eine Fachjury unter der Leitung von Hartmut Rüdiger im Sommer 2017 sieben Objekte aus, die beweisen, dass das Sprichwort „Platz ist in der kleinsten Hütte“ ganz besonders in Zeiten von knappem - und daher teurem - Wohnraumangebot und angesichts der Frage nach einem verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen und Brennstoffen immer gilt. So entfaltet zum Beispiel das bescheidene 50er-Jahre-Reihenhaus eine neue innere Größe, die von außen zunächst nicht erkennbar ist. Oder das kleine Bremer Stadthaus, das dank eines neuen Aufbaus zu überraschender Höhe und Weite über sich hinaus wächst. Lassen Sie sich von diesen Beispielen inspirieren – und machen Sie sich mit Ihrer Architektin oder Ihrem Architekten gemeinsam auf die Suche nach Ihrem persönlichen Raumwunder.

www.aknds.de


08.02. bis 23.06.2019 | Hannover

Auf dem Weg zum Bauhaus. Architektur vor dem I. Weltkrieg in Niedersachsen
Ausstellung

Veranstalter: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege
Ort: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege, Scharnhorststr. 1, 30175 Hannover

Bereits 1911, acht Jahre vor der Gründung des Bauhauses in Jena, hat der Architekt Walter Gropius mit dem Fagus-Werk im niedersächsischen Alfeld die weltweit erste Inkunabel der modernen Architektur des 20. Jahrhunderts geschaffen. Deswegen hat die UNESCO das seit 1949 unter Denkmalschutz stehende Fagus-Werk 2011 zum Weltkulturerbe der Menschheit erhoben. Gestalterisch ist die dort entworfene Architektur – für jedermann erkennbar – der Vorläufer des ab 1924 ebenfalls von Gropius errichteten Bauhausgebäudes in Dessau. Das Anliegen der Ausstellung ist es, die Unterschiede zwischen dem Fagus-Werk auf der einen Seite und den zeitgleichen Stilarchitekturen auf der anderen Seite zu zeigen. Denn die herkömmliche Architektur stellt die Welt dar, aus der Gropius mit seinen Entwürfen ausgebrochen ist, um etwas Innovatives, etwas radikal Neues zu schaffen. Ohne andere Größen der Moderne herabzuwürdigen, waren es seine frühen Gestaltungsideen, die die Baukunst des 20. Jahrhunderts prägten.
Darüber hinaus wird mit der Ausstellung gezeigt, dass damals auch viele andere Architekten von Rang und Namen in Niedersachsen tätig waren. Zu ihnen gehörten beispielsweise Peter Behrens, Paul Bonatz, Otto Haesler, Fritz Höger, Paul Schultze-Naumburg oder Bruno Taut – alle außergewöhnliche Persönlichkeiten neben vielen weiteren nennenswerten Namen der Architekturgeschichte Deutschlands. Sie hinterließen aufsehenerregende Gebäude, die vielfach noch heute einen hohen Stellenwert besitzen. Auch wenn diese Architekten traditioneller dachten als Gropius, waren sie als kreative Antipoden ebenfalls Wegbereiter der modernen Bauhaus-Architektur. Deshalb verdienen sie bis heute Beachtung und Wertschätzung.

www.denkmalpflege.niedersachsen.de


Netzwerk Baukultur
in Niedersachsen e.V.
c/o Stadt Wolfsburg
Postfach 100 944
D-38409 Wolfsburg
www.baukultur-niedersachsen.de
Standort
Alvar-Aalto-Kulturhaus
Porschestraße 51
D-38440 Wolfsburg
Öffnungszeiten
Mo: 09 - 13 Uhr
Do: 13 - 17 Uhr
Ansprechpartnerinnen
Christina Dirk
Nicole Froberg
Kontakt
T: (05361) 28 2835
F: (05361) 28 1644
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